Geschichten aus dem Alltag: Unterricht zu Hause – eine Geduldsprobe

Wir haben unsere Leser*innen gefragt, was ihre persönlichen Tipps sind, um gut durch die Krise zu kommen. In diesem Beitrag veröffentlichen wir alle Einsendungen.

Text von Michael aus Krems:

Heute musste ich wieder Mathe Unterstufe weiter unterrichten – nebst situationsbedingt herausforderndem Home-Office. Bei uns geht das gerade noch gut mit dem Stoffvolumen, weil es sind halt variierend Mathe, Deutsch, Englisch, Bio, Geo, Religion, Bildnerische Erziehung und Musik in Summe immer ca. 5 Stunden Schulübungen und auch Hausübungen. Turnen ist spazieren gehen 1 Std. pro Tag, weil der Hund eh auch raus muss.

Meine Frau und ich sind sehr gefordert in der Früh die Aufgaben zu verteilen und dann den Zeitplan zu machen, wer, wann, was mit unserer Tochter schulisch arbeitet und wer wann alternativ dazu Home-Office macht. Und es dann auch noch so umzusetzen, denn­ die Klassenlehrerautorität ist halt auch eine andere als die Autorität im Unterrichtsbezug von Eltern. Das heißt viele Diskussionen und viel Nervenverbrauch und defacto keine Freizeit mehr.

Wir sind am Abend ziemlich erschöpft und alle sehnen sich nach dem normalen Alltag. Allerdings ist uns auch bewusst, dass wir zum Glück genug Platz und Ressourcen haben, dass wir damit (noch) ganz gut zurechtkommen.

Wenn jetzt nur ein Partner oder eine alleinerziehende Person das Ganze bewerkstelligen muss, bzw. eine andere prekäre Lebenssituation gegeben ist, fände ich dies beinahe unmöglich, ohne bald in ein Burnout zu rauschen…

Sie möchten uns auch Ihren ganz persönlichen Tipp geben? Schreiben Sie uns an office@promenteaustria.at und wir veröffentlichen Ihre Ideen und Erfahrungen in einem eigenen Beitrag.

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