Leben in freiwilliger oder verordneter Hausisolation

Teil 6 der Kolumne von Dr. Günter Klug
Im sechsten und letzten Teil der Kolumne geht es um die Quarantäne Situation, die viele Menschen derzeit betrifft.

Diese Situation belastet besonders in zwei Bereichen:

  1. Die Person ist in Verdacht sich angesteckt zu haben, oder bereits positiv getestet. Das verunsichert und macht vielen Menschen massive Angst um ihre Gesundheit. Alleine aus dieser Situation heraus befinden sich die Menschen in einem Ausnahmezustand.
  2. Es bestehen sehr einschränkende Vorgaben: Strikte räumliche Trennung von den anderen Haushaltsmitgliedern, kein Kontakt, Aufenthalt in getrennten Bereichen, unter Umständen zeitlich getrennte Nutzung der Räumlichkeiten, bis hin zum WC, mit dazwischenliegender Desinfizierung, totales Verbot die Wohnung zu verlassen und Besuchsverbot. Allein diese Aufzählung macht klar, dass sich die Personen ausgestoßen und als Gefahr vorkommen. Damit kommen viele Menschen nicht gut zurecht. Außerdem ist auch die räumliche Begrenzung am Stärksten.

Gerade deshalb ist der enge telefonische Kontakt, oder auch ein Gespräch durch die Tür, besonders wichtig. Die Menschen haben das Bedürfnis eingebunden zu sein, und zumindest virtuell mit den anderen zusammen zu leben. Das bedeutet auch, ihnen viel vom Leben der anderen Personen zu erzählen und auch über seine eigenen Gefühle zu sprechen. Das hilft den Menschen das auch selbst zu tun.

Allen anderen Empfehlungen auf diesen Seiten gelten natürlich auch in besonderem Maße.

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