Mit Kontakten und Struktur gut durch den Tag!

Expert*innen der pro mente Austria Mitgliedsorganisationen und Partnerorganisationen geben ihre persönlichen Tipps, wie es sich gut durch die Krise kommen lässt. Heute von Sigrid Lugitsch, Teamleitung Gerontopsychiatrischer Dienst, Hilfswerk Steiermark und Hermann Eglseder-Kern, Sozialarbeiter bei smartwork, pro mente OÖ

Sigrid Lugitsch: Bleiben Sie in Kontakt!

Auch wenn es uns derzeit nicht möglich ist, uns persönlich  zu treffen, können wir weiterhin in Kontakt bleiben. Wir können die gewonnene Zeit nutzen, um unsere Lieben anzurufen und miteinander zu sprechen. Wir können Neues dazulernen, indem wir die neuen digitalen Medien (z.B. Skype) erstmals oder intensiver nutzen. Es ist auch im Alter nie zu spät, die neuen Medien auszuprobieren!

Hermann Eglseder-Kern: Strukturiere dir den Tag!

Gerade jetzt, wo viele scheinbar „unendlich“ viel Zeit haben, ist es wichtig dem Tag eine Struktur zu geben. Vor allem, wenn wir keine offiziellen Verpflichtungen haben, keine Termine und keine Treffen mit Freunden und Bekannten ausgemacht sind.

Schreib dir eine To-Do Liste mit Dingen, die du bisher immer aufgeschoben hast weil sie nicht wichtig oder nicht dringend waren.

  • Wollte ich nicht schon längst das Werkzeug im Keller zusammenräumen?
  • Schreit mein Kleiderschrank nicht danach, endlich von den alten Jeans befreit zu werden, die ich ohnehin nicht mehr anziehe?
  • Wollte ich nicht das Vorzimmer seit einer Ewigkeit neu ausmalen?
  • Da liegt doch noch wo dieses “Yoga für Anfänger“-Buch, das mir ein Freund geborgt hat und das ich schon lange mal probieren wollte?

Überlege dir eine Liste mit all diesen Dingen, und plane sie die nächsten Tage und Wochen ein – nicht zu viel auf einmal, und schon gar nicht alles an einem Tag. Es soll genug Zeit für dich bleiben, hinauszugehen, zu entspannen oder gemütlich mit Freunden und Familie zu telefonieren.

So kannst du dir die durch diese Krise gewonnene Zeit gut einteilen. Und am Abend hast du das gute Gefühl, etwas geschafft zu haben. Außerdem kann es sehr erleichternd sein, die nächsten Tage im voraus schon etwas vor zu haben.

Wiederholung?

Viele Tipps wiederholen sich vielleicht, aber es schadet nicht, gerade durch den langen Verlauf dieser Krise, sie sich immer wieder vor Augen zu führen. Es gibt immer wieder „Durchhänger“, es gibt „schlechte Tage“ und „gute Tage“ und gerade wenn man ein wenig „durchhängt“ – rufen Sie sich die Tipps ins Gedächtnis, jede*r Expert*in gibt sie in einer etwas anderen Art und Weise und so kann man sich vielleicht aus einem vermeintlich bekannten Tipp doch noch etwas Neues heraus nehmen.

Sie möchten uns auch Ihren ganz persönlichen Tipp geben? Schreiben Sie uns an office@promenteaustria.at und wir veröffentlichen Ihre Ideen und Erfahrungen in einem eigenen Beitrag.

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