Leben mit Kindern

Teil 4 der Kolumne von Dr. Günter Klug

Alle Informationen zum Thema Tagesstrukturierung sind auch für Kinder besonders wichtig.

Achten Sie darauf, dass der Tag gut eingeteilt ist. Unter der Woche sollen sich Lernphasen (die Schulen geben ja derzeit nicht wenige Aufgaben) mit Erholungsphasen abwechseln. In den Erholungsphasen soll den Kindern ein Rahmen geboten werden, in dem sie alleine spielen, aber auch etwas mit der Familie unternehmen. Auch hier sollten sich Wochentage vom Wochenende (auch was das Lernen betrifft) unterscheiden.

Kinder brauchen Mitspracherecht

Besprechen Sie mit dem Kind die Regeln und versuchen Sie sie so zu gestalten, dass auch das Kind zustimmen kann. Es ist besonders wichtig die Zeiten sowohl in Social Media Kanälen, vorm Computer, als auch vor dem Fernseher in Grenzen zu halten. Kinder und Jugendliche sind oft recht fit in der Technik und schaffen es am ehesten mit ihren Freunden über Web und Bildtelefonie/Konferenz in Kontakt zu sein. Das sollte ihnen in einem für sie privaten Rahmen auch möglich sein.

Grundsätzlich sollte allen Familienmitgliedern die gleiche Chance gegeben werden sich zurückzuziehen. Es ist wichtig, dass die Kinder bemerken, dass sie für ihre Bedürfnisse die gleichen Rechte haben.

Möglichkeiten zur Bewegung schaffen

Kinder haben normalerweise ein stärkeres Bewegungsbedürfnis als Erwachsene. Dem sollten sie die Chance zum Abbau geben. Auch wenn die Möglichkeiten eingeschränkt sind ist Rad fahren, Skaten oder kleine Wettkämpfe in der Wohnung veranstalten eine Möglichkeit zur Bewegung für alle. Natürlich sind auch Kinder und Jugendliche durch die Situation verunsichert, kennen sich nicht aus, und machen sich Sorgen um Eltern und Großeltern.

Kommunizieren Sie klar und bleiben Sie geduldig

Es ist wichtig mit ihnen in einer altersgerechten Sprache ohne Angstmache,  aber auch ohne Beschönigung zu reden. Kinder können die volle Information gut verarbeiten, tun sich aber mit Halbwahrheiten und Verheimlichungen sehr schwer.

Natürlich kann es sein, dass Kinder auf ihre Gefühle mit Rückzug oder besonderem Bedürfnis nach Nähe reagieren.  Geben Sie ihnen die Möglichkeit das auszuleben, bleiben Sie aber in Kontakt um zu bemerken, wenn die Reaktion zu stark wird und sprechen Sie das gegebenenfalls an. Je kleiner die Wohnung ist, und je mehr Menschen darin leben, desto stressiger wird es für alle. Bleiben Sie toleranter als Sie es vielleicht üblicherweise sind und reden Sie mit allen im Haushalt darüber.

Einen weiteren Beitrag zum Thema “Durch die Corona Krise als Familie” finden Sie hier.

Teil 5 der Kolumne von Dr.Günter Klug lesen Sie hier.

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