Seite auswählen

Bipolare Störung

„Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“ – dieses berühmte Goethe-Zitat beschreibt die Gefühle von Menschen, die an bipolarer Störung erkrankt sind. Früher wurde die Krankheit als „manisch-depressiv“ bezeichnet. Bei der bipolaren Erkrankung leiden die Betroffenen unter Zuständen, bei denen Antrieb und Stimmung stark entgleisen. Dazwischen gibt es auch Phasen ausgeglichener Stimmungslage.

Anzeichen

(siehe auch Depression und Manie)
In der manischen Phase kommt es zu Sorglosigkeit, Rastlosigkeit, überhöhtem Selbstbewusstsein, Distanzlosigkeit, Hemmungslosigkeit. Die Betroffenen sprechen viel und schnell, geben übermäßig viel Geld aus, halten sich für unverwundbar, haben eine gesteigerte Libido und ein gemindertes Schlafbedürfnis. In der depressiven Phase haben die Betroffenen die gleichen Symptome wie Depressive: Sie sind antriebslos, freudlos, haben wenig Interesse und ein erhöhtes Schlafbedürfnis. Häufig kommen auch Schuldgefühle nach den manischen Exzessen dazu.

Was kann ich tun?

Lassen Sie sich in einer manischen Phase auf keine Diskussionen mit dem oder der Betroffenen ein. Bleiben Sie ruhig und besonnen. Wenn Sie sich überfordert fühlen, rufen Sie bei einer Krisennummer an oder holen Hilfe einer dritten Person.

Therapie

Bei einer bipolaren Störung wird eine medikamentöse Behandlung in Kombination mit Psychotherapie empfohlen. Es gibt mittlerweile mehrere vorbeugende Medikamente, sogenannte Stimmungsstabilisatoren, die Entgleisungen in Richtung Manie oder Depression abfedern können.